Longieren als Dialog mit dem Pferd

Fachgerechtes Longieren am Kappzaum ist eine sehr gute Möglichkeit, ein Pferd gesundheitsfördernd zu arbeiten. Es lernt, seinen Körper auf der Kreisbahn auszubalancieren, sich besser zu koordinieren und seine Kräfte gezielt einzusetzen. Muskeln und Faszien werden dahingehend trainiert, dass das Pferd seinen eigenen Körper und später auch das Reitergewicht schadlos tragen kann.

 

Beim Longieren als Dialog (LAD) nach Katharina Möller lernt der Mensch, in erster Linie seine Körpersprache einzusetzen, um sich mit dem Pferd zu verständigen.  So entsteht ein körpersprachlicher Dialog, der mit der Zeit immer feiner wird.

 

Das Pferd wird nicht auf einer gleichförmigen Kreisbahn longiert, sondern im Wechsel auf geraden und gebogenen Linien. So werden verschiedene Muskelketten angesprochen, Schub- und Tragkraft werden trainiert und die Überlastung einzelner Strukturen wird verhindert. Da wie beim Reiten unterschiedliche Hufschlagfiguren kombiniert werden können, bleibt die gemeinsame Bewegung für Mensch und Pferd interessant und herausfordernd. Mit fortschreitendem Ausbildungs- und Trainingsstand werden außerdem Bodenstangen und Cavaletti in das Training einbezogen, wodurch die Anforderungen an Koordination und Muskelkraft weiter gesteigert werden können.

 

LAD kann als Abwechslung und Ausgleich zum Reiten ins Training eingebaut werden, junge Pferde auf ihren Job als Reitpferd vorbereiten und Reha-Pferden helfen, sich wieder schmerzfrei und kraftvoll zu bewegen.

 

In Wochenendkursen oder Einzelstunden erlernen sie den korrekten Einsatz von Körperhilfen, Kappzaum, Longe, Stimme und Peitsche. Sie erfahren, warum Hilfszügel nicht helfen und wie das Pferd durch die sinnvolle Kombination von Übungen auch unausgebunden in eine physiologische Gebrauchs- oder Dehnungshaltung kommt.

 

Hier finden Sie eine Kursausschreibung für einen Wochenendkurs "Longieren als Dialog".

 

Ich bin von Katharina Möller ausgebildet worden und habe mich durch eine Prüfung zur LAD-Trainerin qualifiziert. Nähere Infos finden Sie auch auf der Homepage "Longieren als Dialog" von Katharina Möller.